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Gastbeitrag: Reisebericht von einer Flusskreuzfahrt mit der MS Esprit

Im Oktober 2020 hat Moni ihre zweite Flusskreuzfahrt gemacht. Diesmal ging es vom 05.10.2020 bis zum 11.10.2020 von Frankfurt am Main aus mit der MS Esprit über den Main, den Rhein und die Mosel. Es freut mich sehr, dass sie auch für die Flusskreuzfahrt wieder einen Reisebericht geschrieben hat:

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Flusskreuzfahrt vom 05. bis 11.10.2020 mit der MS Esprit ab/an Frankfurt am Main.

Ein Gastbeitrag von Monika Gask.

Eigentlich wollten wir in dieser Zeit auf einem AIDA-Schiff über die 7 Weltmeere schippern oder wenigstens auf einem davon anlässlich meines runden Geburtstags. Aber (eigentlich überflüssig zu erwähnen) Corona war dagegen. Und so blieb uns „nur“ die Alternative: Flusskreuzfahrt.

Tag 1 – 05.10.2020 – Ankommen

Zu einer zivilen Zeit, nämlich um 8.57h, machen wir uns zu viert auf den Weg nach Frankfurt per Bahn.

Diese kommt überpünktlich nach einer trotz Maskenpflicht entspannten Fahrt um 11.44h in Frankfurt an. Hier legen wir eine kleine Pause ein, bevor es zum Anleger geht. Wir können erst um 14.00h an Bord und haben deshalb jede Menge Zeit. Nach der Kaffeepause machen wir uns langsam auf den Weg. Unsere Freunde per Pedes, mein Mann und ich per Taxi nicht ahnend dass wir oberhalb des Mains aussteigen müssen und das beschwerlichste Wegstück bis zum Schiff noch vor uns liegt. Aber wir haben es geschafft und am Anleger angekommen stehen wir unschlüssig rum. Der Zugang ist versperrt. Ist ja auch noch zu früh. Die Crew ist natürlich auf solche Frühankommer eingestellt und deshalb darf unser Gepäck schonmal einchecken, wir müssen bis 14.00h warten. Bis dahin machen wir einen Spaziergang am Main entlang wenn auch teilweise im Regen.

Endlich an Bord richten wir uns häuslich in unserer Kabine ein, nehmen das Schiffsinnere in Augenschein (alles sehr schick und gediegen) und machen uns mit den Örtlichkeiten vertraut. Wir legen etwas später ab als geplant, weil eine Reisegruppe aus Sachsen nicht rechtzeitig ankommt.

Nach dem ersten Rundgang landen wir in der Lounge und bekommen dort Kaffee und Kuchen gereicht.

Etwas später werden wir vom Käpt’n und den anderen wichtigen Crewmitgliedern mit einem Glas Sekt begrüßt und über Interessantes und Notwendiges informiert.

Nach dem leckeren Abendessen (4 Gänge) wechseln wir in die Lounge zur Happy Hour. Andere machen einen Abendspaziergang in Mainz, dem 1. Stopp. Wir bleiben wegen des „allzu schönen Wetters“ an Bord. Fast alle Gäste verschwinden bald auf ihre Kabinen, wir auch. Allerdings müssen wir noch bis Mitternacht durchhalten um mit unseren Freunden auf meinen Geburtstag anzustoßen.

Tag 2 – 06.10.2020 – Cochem

Am frühen Morgen passieren wir das Deutsche Eck in Koblenz, verlassen den Rhein und fahren auf der Mosel weiter.

Das heutige Ziel ist Cochem. Zum a la carte Frühstück gönnen wir uns heute wegen des Geburtstags ein Glas Sekt (den es jeden Morgen gibt, um den Kreislaufschwachen auf die Sprünge zu helfen). Bis zur Ankunft in Cochem genießen wir die schöne Aussicht. Rechts und links Weinberge, teilweise so steil, dass einem schon vom Gucken schwindelig werden kann. Am Nachmittag legen wir in Cochem an und machen uns zu Fuß Richtung Zentrum auf den Weg. Da es gerade recht sonnig ist, setzen wir uns auf die Terrasse eines Cafes und beobachten die Touristenmassen die an uns vorbeiziehen. Die Touristen ihrerseits beäugen uns neidvoll ob des einzigen freien Tisches, den wir das Glück hatten zu erwischen. Lt. Information des Reiseleiters ist Cochem die Stadt mit den meisten Besuchern pro Einwohner in Deutschland. Wir machen aber trotzdem einen kleinen Rundgang durch die leider nicht autofreie Altstadt, damit wir wenigstens ein paar Erinnerungsfotos schießen können. Wieder auf dem Schiff heißt es antreten zum täglichen Fiebercheck, dann zur Happy Hour in die Bar bevor das Abendessen lockt. Den Abend lassen wir gemütlich in der Lounge ausklingen.

FOTO: ©Monika Gask

Tag 3 – 07.10.2020 – Bernkastel

Die Fahrt geht weiter Richtung Bernkastel, wo am Nachmittag eine bereits vorab gebuchte Weinprobe stattfindet.

Bis dahin haben wir viel Zeit für ein ausgedehntes Frühstück, später das 3-Gänge Mittagsmenü und dazwischen Muße, viel Landschaft und „Ansammlungen“ von hübschen Fachwerkhäusern am Ufer. Wir kommen an so bekannten Orten wie Zell, Kröv und Traben-Trarbach vorbei. Die Mosel windet sich hier in vielen Schleifen durch die Weinberge, was man auf dem Schiff gar nicht so bemerkt. Außerdem fahren wir unter einer imposant hohen Autobrücke durch. Eine noch höhere Brücke haben wir bereits hinter Koblenz unterquert (Autobahnbrücke Winningen).

In Bernkastel gehen wir an Land und einige Meter zur Weinprobe in einem rustikalen Weinkeller. Nach ca. einer Stunde Weinverkostung und jede Menge Informationen über Weinbau, Weinlese u.s.w. gehen alle in guter Stimmung zurück zum Schiff zum üblichen Fiebermessen und Fertigmachen zum Abendessen.

Ab 21.00h erwartet uns ein Highlight. 1.Autorenlesung mit Dieter Aurass. Ich bin sehr gespannt, da mir der Autor bisher nicht bekannt war. Der ehemalige Kriminalbeamte und jetzige Krimiautor liest aus seinen Büchern und gibt einige Anekdoten aus seinem erlebnisreichen Beruf zum Besten. Er hat sogar ein paar echte Handschellen dabei. Wer mag, kann sich von ihm fesseln lassen. Das Angebot wird gern und reichlich angenommen. Nach diesem kurzweiligen und interessanten Abend mit Herrn Aurass bleiben wir noch in der Bar für einen Schlummertrunk bevor wir in unsere Kabine abtauchen.

FOTO: ©Monika Gask
FOTO: ©Monika Gask
FOTO: ©Monika Gask

Tag 4 – 08.10.2020 – Trier

Der Vormittag beginnt, wie der gestrige Abend geendet hat. Autorenlesung 2.Teil:

Herr Aurass liest noch einmal in seiner lockeren und sympathischen Art aus seinen Büchern und unterhält uns mit weiteren Geschichten und lustigen Gedichten. Anschließend ist noch Zeit für Fragen, Gespräche und natürlich zum Kaufen. Auch ich lasse mir diese Gelegenheit nicht entgehen, da Krimis zu meiner Lieblingslektüre gehören. Als kleines Zusatzbonbon wird das Buch vom Autor signiert. Alles in Allem eine gelungene Veranstaltung und mal eine andere Art der Unterhaltung an Bord.

Nach dem Mittagessen ist Landgang in Trier, der ältesten Stadt Deutschlands. Wir machen uns auf eigene Faust auf den Weg zunächst zur Porta Nigra. Dort angekommen besteigen wir den Römerexpress und lassen uns an den bekanntesten

Sehenswürdigkeiten vorbeifahren. Danach ist noch Zeit für einen Gang durch die

Fußgängerzone bis zum Hauptmarkt auf dem heute tatsächlich Markt ist der die Sicht auf die schönen Gebäude ringsum leider verhindert. Wir schlendern gemütlich zurück zum Schiff und hier das übliche: Fiebermessen, Happy Hour, Abendessen.

Ab 21.00h MS Esprit Tombola und Live Musik. Es gibt schöne Preise aus dem Bordshop zu gewinnen und ist für alle ein großer Spaß. Besonders natürlich für die Gewinner. Zu denen zwei von uns vieren auch gehören.

FOTO: ©Monika Gask
FOTO: ©Monika Gask
FOTO: ©Monika Gask
FOTO: ©Monika Gask

Tag 5 – 09.10.2020 – Koblenz 

Heute legen wir in Koblenz an bei ziemlichem Schietwetter. Wir liegen direkt an der Seilbahnstation, die anlässlich der Bundesgartenschau 2011 gebaut wurde, und über den Rhein hinauf zur Festung Ehrenbreitstein führt. Den Spaß damit zu fahren gönnen wir uns, wenn auch wegen des Regens und Nebels nicht allzu viel zu sehen ist. Wir halten uns am Ziel auch nicht lange auf, machen nur schnell ein Beweisfoto und fahren recht bald wieder runter. Auf eine weitere Exkursion durch die Stadt verzichten wir. Da wir vor Jahren schon einmal in Koblenz waren ist diese Entscheidung zu verschmerzen. Wir machen es uns in der Lounge gemütlich und beobachten die bunte Regenschirmparade draußen auf der Promenade. Am späten Nachmittag beruhigt sich das Wetter und die Festung wird von der untergehenden Sonne angestrahlt und ein Regenbogen vervollständigt das spektakuläre Bild.

Heute ist Happy Hour erst nach dem Abendessen und zu unserer Unterhaltung wird ein Musikquiz veranstaltet mit teils recht schwierigen Fragen. Wir vier machen natürlich auch mit. Obwohl unsere kleinen grauen Zellen ihr Bestes geben, haben wir keine Chance auf einen Platz auf dem Siegertreppchen. Aber wir waren dicht dran. Spaß hat es trotzdem gemacht. Und schon ist unser vorletzter Abend vorüber.

FOTO: ©Monika Gask
FOTO: ©Monika Gask
FOTO: ©Monika Gask

Tag 6 – 10.10.2020 – Oestrich-Winkel

Unser letzter Tag. Wir werden heute mit bestem Wetter verwöhnt. Strahlend blauer Himmel und Sonnenschein lockt uns an Deck. Die letzte Etappe führt uns auf dem Rhein an Burgen, Schlössern, dem Lorerleyfelsen, dem Niederwalddenkmal und schönen Ortschaften vorbei. Die Landschaft wird langsam flacher ist aber trotzdem wunderschön.

Eigentlich wollten wir schonmal ein bisschen packen, aber bei dem Wetter? Nö, machen wir später. Um die Mittagszeit erreichen wir unseren letzten Stopp: Oestrich-Winkel. Direkt am Anleger befindet sich ein Restaurant mit großer Terrasse, die bei diesem Superwetter auch gut besucht ist. Wir verzichten auf den Ortsrundgang und genießen die Sonne solange es geht. Es steht nämlich noch eine Weinprobe auf dem Programm, die, aus Gründen, die ich hier nicht näher erläutern möchte, an Bord des Schiffes stattfindet. Wir lernen nicht nur leckeren Sekt und Wein kennen, sondern auch Spundekäs, der zusammen mit Salzbrezeln gegessen wunderbar zu den Getränken passt. Es wird ein sehr gemütlicher Nachmittag.

Anschließend machen wir uns beschwingt ans Kofferpacken. Viel Zeit bleibt nicht bis zum Abschiedscocktail in der Bar. Der Käpt’n und die Crew verabschieden sich von uns. Schade, dass die Reise schon zu Ende ist, fast jedenfalls. Es folgt ja noch das Galadinner und eine letzte Happy Hour in der Bar. Wehmütig gehen wir für die letzte Übernachtung in unsere Kabine.

FOTO: ©Monika Gask
FOTO: ©Monika Gask
FOTO: ©Monika Gask
FOTO: ©Monika Gask

Tag 7 – 11.10.2020 – Abreise

Um 6.30h ist die Nacht vorbei, die letzten Kleinigkeiten werden eingepackt und die Koffer vor die Kabinentür gestellt. Um 7.30h nehmen wir unser letztes Frühstück ein.

Im Gegensatz zur Reisegruppe aus Sachsen dürfen wir Individualreisende bis 10.00h an Bord bleiben. Das nehmen wir auch gern in Anspruch da unser Zug in Richtung Heimat erst um 12.15h fährt. Anders als auf dem Hinweg machen wir uns alle vier zu Fuß auf den Weg aus dem am Anreisetag schon beschriebenen Grund. Nach kleinen Stopps zwischendurch erreichen wir den Bahnhof und haben wiederum jede Menge Zeit. Also Kaffeepause und Reiseproviant bunkern. Der Zug ist pünktlich und wir kommen fahrplanmäßig in Braunschweig an.

FOTO: ©Monika Gask
FOTO: ©Monika Gask

Fazit

Auch diese Flussfahrt hat uns sehr gut gefallen und lädt zur Wiederholung ein.

Die Verpflegung an Bord war größtenteils topp! Das Frühstück, coronabedingt a la carte (verschiedene Eierspeisen, Omelett, Müsli etc.) lief meistens etwas holprig ab. Die „Erstausstattung“ mit Brot und Brötchen war immer sehr überschaubar, ebenso der Teller mit einer Wurst- und Käseauswahl. Aber auf Wunsch wurde alles nachgeliefert. Mittags gab es ein 3-Gängemenu, abends dann 4 Gänge von hervorragender Qualität. Man konnte jeweils aus 2 Suppen, 2 Vorspeisen, 3 Hauptgerichten, 2 Desserts oder alternativ einen Käseteller wählen, mit Variationsmöglichkeiten, was Menge und Anzahl der einzelnen Komponenten betraf..

Kaffee und Kuchen am Nachmittag gab es natürlich auch und zur Happy Hour kleine, nette Leckereien.

Das Servicepersonal im Restaurant war bisweilen etwas hektisch und fahrig aber mehrheitlich sehr charmant.

Vom Reiseleiter hätten wir uns manchmal etwas mehr Information gewünscht. Z.B. über die 12 Schleusen auf der Route (3 auf dem Main und 9 auf der Mosel).

Persönliches

Wir (Moni und Rolf), sind reisefreudige Rentner allerdings auf dem Kreuzfahrtsektor noch blutige Anfänger. Außer der hier beschriebenen Flusskreuzfahrt und einer Donaukreuzfahrt haben wir bisher drei Hochseekreuzfahrten auf AIDA-Schiffen gemacht.

Die 1. führte uns von Gran Canaria nach Mallorca, die 2. über die Ostsee und die 3. ging nach Island und Schottland. Alle Reisen waren auf ihre Weise einzigartig!

Trotz der Einschränkungen wegen Corona konnten wir einige Reisen in diesem Jahr machen. Dafür sind wir sehr dankbar.

FOTO: ©Monika Gask
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Tipp von Daniel:
Eine Sammlung von weiteren Reiseberichten (AIDA, Mein Schiff, …) habe ich hier zusammengetragen:
Kreuzfahrt Reiseberichte – Übersicht

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